Camping und Kohlenmonoxid: Die Regel, die nicht verhandelbar ist

Jedes Jahr sterben Menschen beim Camping an einer Gefahr, die man weder sieht noch riecht: Kohlenmonoxid aus Grills, Kochern und Heizgeräten im Zelt. Die Schutzregel ist simpel und absolut, und sie wird trotzdem regelmäßig gebrochen, meist aus Kälte oder Bequemlichkeit.

Was Kohlenmonoxid so tückisch macht

Kohlenmonoxid entsteht bei jeder unvollständigen Verbrennung, ob Holzkohle, Gas, Benzin oder Spiritus. Das Gas ist unsichtbar, geruchlos und bindet sich im Blut an die Stelle des Sauerstoffs, die Vergiftung beginnt mit Kopfschmerz, Schwindel und Übelkeit und führt unbemerkt in Bewusstlosigkeit, Schlafende wachen schlicht nicht mehr auf. In einem geschlossenen Zelt, Vorzelt oder Campervan reichen dafür schon glimmende Reste.

Ausrüstung mit Sicherheitsdividende

Ein batteriebetriebener CO-Melder in Van oder Wohnwagen kostet wenig und schlägt an, lange bevor Konzentrationen gefährlich werden. Dazu gehören eine ordentliche Campinglampe mit Akku oder Batterie statt jeder offenen Flamme im Innenraum und eine Stirnlampe pro Person. Solche Camping-Ausrüstung von der LED-Laterne bis zur Isomatte findet sich etwa unter https://navaris-de.de/ im Outdoor-Bereich.

Der klassische tödliche Fehler

Das immer gleiche Unfallmuster: Ein Abend wird kühl, und der noch warme Grill wandert zum Heizen ins Vorzelt, oder der Gaskocher läuft im geschlossenen Zelt weiter. Auch scheinbar erloschene Kohle produziert stundenlang Kohlenmonoxid, ein Grill, der nicht mehr raucht, ist nicht harmlos, er ist nur unauffälliger.

Die unverhandelbaren Regeln

  • Niemals Grill, Kocher, Gasheizung oder Lampe mit Flamme im geschlossenen Zelt, Vorzelt oder Fahrzeug betreiben
  • Auch abkühlende Grills bleiben draußen, mit Abstand zum Schlafbereich
  • Kochen im Freien oder unter offenem, gut durchlüftetem Wetterschutz
  • Im Campervan mit Gasanlage einen Kohlenmonoxid-Warnmelder mitführen
  • Bei Symptomen wie Kopfschmerz und Übelkeit in der Gruppe: sofort alle an die frische Luft und Notruf 112
  • Zelte trotz Kälte nie komplett abdichten, Belüftungsöffnungen bleiben frei

Warm bleiben ohne Flamme

Gegen die Kälte, die Menschen zu gefährlichen Improvisationen treibt, hilft passive Ausrüstung: eine Isomatte mit ordentlichem Isolationswert, denn der Boden zieht mehr Wärme als die Luft, ein der Jahreszeit entsprechender Schlafsack, Wärmflasche mit heißem Wasser vom Kocher, der draußen lief, Mütze und trockene Wechselkleidung für die Nacht. Wer im Fahrzeug campt, nutzt allenfalls geprüfte Standheizungen mit Abgasführung nach draußen, niemals den laufenden Motor.

Auch an die Nachbarn denken

Auf engen Zeltplätzen gefährdet ein qualmender Grill neben fremden Zelten nicht nur die eigene Gruppe: Abstand zu Schlafzelten, auch denen der Nachbarn, gehört zur Platzwahl wie der Blick auf den Wind. Wer sein Grillgerät nachts auskühlen lässt, stellt es frei und fern von Zeltwänden ab, auch wegen der Brandgefahr.

Fazit

Kohlenmonoxid ist die stillste Gefahr des Campings, und die am leichtesten zu bannende: Verbrennung findet ausnahmslos draußen statt, geheizt wird mit Isolation statt mit Flamme, im Fahrzeug wacht ein CO-Melder. Wer diese eine Grenze nie überschreitet, hat das Risiko vollständig vom Platz verbannt, und schläft in jeder Kälte sicherer.

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